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| Ein wöchentlicher Newsletter, der Europa aus lokalen Perspektiven in den Blick nimmt. Jeden Freitag wird ein Thema von fünf unabhängigen Redaktionen beleuchtet. | | IN DIESER AUSGABE | §01 · Im Fokus — Cybercrime und Scams in Europa §02 · Der lokale Blick — Berlin, Riga, Warschau, Wien, und Zagreb §03 · Der Podcast — Jetzt die neueste Folge anhören und mitdiskutieren §04 · Aus den Redaktionen — Aktuelle Beiträge aus dem Netzwerk von lensEU |
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| §01 · IM FOKUS | Die EU sollte uns besser vor „Scam-Staaten“ schützen | Es sind keine Kleinkriminellen mehr, die alte Menschen oder gutgläubige Anleger abziehen. Das Verbrechen mit Romance-Scams, Krypto-Schwindel oder anderen Tricks ist zur Industrie gewachsen – die für manche Staaten „too big to fail“ geworden ist. | Mittlerweile kennt wohl jeder jemanden, der schon ins Visier von Betrügern geraten ist: Ein Romeo aus dem Internet, der nach Wochen der Schmeicheleien auf einmal Geld braucht. Die Anlageberaterin, die diese neue Kryptowährung entdeckt hat, mit der sich unfassbare Gewinne machen ließen. Anrufer, die meist älteren Menschen vorspielen, etwas Schlimmes sei passiert, es drohe Gefahr. Eine Industrie hat sich gebildet, politischer Schutz inklusive. Die EU kann dagegenhalten. | Die Global Anti-Scam Alliance – eine Organisation zu der Big-Tech-Unternehmen wie Google oder Apple, aber auch Banken und Konsumentenschützer gehören – schätzt, dass 2025 auf der ganzen Welt rund 442 Milliarden US-Dollar gescammt wurden, rund 386 Milliarden Euro. Damit kamen die Betrüger auf eine Wirtschafts(un)leistung, die mit der eines EU-Staates in der Größe von Dänemark vergleichbar ist. | Dass kriminelle Operationen in dieser Dimension mit politischer Rückendeckung ablaufen, ist keine Verschwörungstheorie. Das Stammgebiet der Scam-Industrie liegt in Südostasien. Dort sind die Verbrecher zum Machtfaktor geworden. | „Scam-Staaten“ nicht nur Problem der anderen | Die „Scam-Staaten“ sind nicht nur ein Problem der anderen, dafür sorgt das Internet. Zum einen, weil Österreicher ihr Erspartes an die Betrüger verlieren. Die Scammer verbreiten aber auch eine Atmosphäre des Misstrauens. Die ist nicht nur Gift für die Wirtschaft, die mit dem Vertrauen in die Verlässlichkeit eines Handschlags viel Geld spart. Die Angst vor dem nächsten Fake hat das Zeug, die offene Gesellschaft zu verunsichern. | Ein Weg, die Machenschaften der Scam-Industrie zu bekämpfen, ist die Polizeiarbeit. Österreich konnte sich hier zuletzt auszeichnen. Nur wird es am Ende wohl nicht gelingen, in mühseliger Detektivarbeit jeden der Betrüger zu fangen, die noch dazu oft außerhalb der Reichweite europäischer Ermittler leben. Die EU und ihre Mitgliedsländer müssen sich die Frage stellen, wie sie damit umgehen, wenn andere Staaten teilweise von Scam-Konzernen durchsetzt sind, die es auf das Vermögen ihrer Bürger abgesehen haben. | In Folge 8 des LensEU-Podcasts, produziert von „Die Presse“, nehmen wir die Scam-Industrie genauer unter die Lupe. „Presse„-Redakteurin Teresa Wirth erklärt, wie das internationale Betrugsnetzwerk „Milton Group“ über Jahre hinweg Anleger aus ganz Europa um hunderte Millionen Euro brachte – und warum es so schwer ist, solche Netzwerke dauerhaft zu zerschlagen. Im zweiten Teil der Folge spricht Frida Thurm, Senior Reporterin bei CORRECTIV.Europe, über eine gemeinsame Recherche mit Computer Weekly (Großbritannien) und Solomon (Griechenland): Sie zeigt, dass Europol – jene EU-Behörde, die genau solche grenzüberschreitenden Fälle koordinieren soll – über Jahre eine sogenannte „Schatten-IT“ betrieben hat, in der sensible personenbezogene Daten ohne ausreichenden Datenschutz verarbeitet wurden. | Und wer selbst ausprobieren will, wie Betrüger vorgehen: Mit dem interaktiven Scam-Simulator von „Die Presse“ können User in die Rolle der Täter schlüpfen und erleben, welche psychologischen Tricks hinter dem berüchtigten „Hallo Mama“-Trick stecken. | — Christoph Zotter und Anna Wallner, Die Presse |
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| | | Berlin · Deutschland · CORRECTIV | „Sie schützen das Gesetz – und brechen es“: Europols Umgang mit sensiblen Daten | Auch die europäische Polizeibehörde Europol arbeitet daran, Online-Betrug und Identitätsdiebstahl zu bekämpfen. Doch Teile der Behörde haben gleichzeitig selbst ein Problem im sauberen Umgang mit sensiblen Daten. | Europol hat offenbar eine Schatten-IT aufgebaut – das konnten wir von CORRECTIV gemeinsam mit Computer Weekly aus Großbritannien und Solomon aus Griechenland im Mai aufdecken. | Ehemalige Europol-Mitarbeiter nennen es „Schatten-IT“, weil diese Umgebung parallel zu den offiziellen Systemen genutzt wurde. Und zwar, um personenbezogene Daten wie etwa Telefonverbindungsdaten auszuwerten, ohne dass Datenschutz-oder IT-Sicherheitsregeln beachtet wurden. | Die internen Berichte einer Europol-Taskforce, die wir per Informationsfreiheitsanfrage erhalten haben, zeigen schwerwiegende Sicherheitslücken. Es wurde nicht ordentlich protokolliert, wer auf Daten zugegriffen hat, oder ob Daten geändert oder gelöscht wurden. Ein Whistleblower beschrieb das System als „Schwarzes Loch“. | Das Europäische Parlament wurde 2020 vom Europäischen Datenschutzbeauftragten über Datenschutzprobleme bei Europol informiert, aber unsere Recherche zeigt jetzt, dass es offenbar mehr als ein unreguliertes System gab. | So ist das Tool „Pressure Cooker“, laut ehemaliger Europol-Mitarbeiter, mit denen wir sprechen konnten, und internen E-Mails, die uns vorliegen, ebenfalls ein System der Schatten-IT. Europol behauptet, es sei ein offizielles System. Der Europäische Datenschutzbeauftragte hat auf unsere Recherche reagiert und bestätigt, dass die Vorwürfe über das hinausgehen, was ihm bisher bekannt war. | Als Reaktion auf unsere Recherche war die Schatten-IT Thema im Innenausschuss des Europaparlaments. Saskia Bricmont von den Grünen und Birgit Sippel von der SPD äußerten sich besorgt über die Auswirkungen auf Datenschutz und Rechtsstaatlichkeit. | Ein Team von Menschenrechtsanwälten hat nun im Namen von drei Betroffenen Beschwerde beim Datenschutzbeauftragten eingelegt. Sie fordern, dass Europol seine Schatten-IT sofort stilllegt. Der Datenschutzbeauftragte hat drei Monate Zeit, auf die Beschwerde zu reagieren. Andernfalls werden die Anwälte vor dem Europäischen Gerichtshof klagen. | — Frida Thurm, Senior Reporterin CORRECTIV.Europe |
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| | Riga · Lettland · TVNET | Millionen Euro und zerstörte Leben: Wie Betrüger die Menschen in Lettland treffen | Nachrichtenberichte über Betrugsfälle in Lettland ähneln oft den Handlungen beliebter Filme – und zwar aus völlig unterschiedlichen Genres. Da gibt es einen Polizeithriller über ein ausgeklügeltes Finanzbetrugsmanöver, ein Melodram über eine ältere Frau, die sich in einen jungen Afrikaner verliebt, und sogar etwas, das einer antiken Tragödie nahekommt. | Vor nicht allzu langer Zeit veröffentlichte die lettische Staatspolizei eine Erklärung zur internationalen Operation „SIM Cartel“. Den Ermittlern zufolge nutzten Mitglieder dieser zerschlagenen kriminellen Vereinigung die persönlichen Daten anderer Personen, um mindestens 1,5 Millionen Euro zu waschen. Leider tauchen Berichte wie dieser mit alarmierender Regelmäßigkeit auf. | Die häufigten Fälle betreffen jedoch nach wie vor Telefonbetrug. In den letzten sechs Monaten wurden in Lettland mehr als 3.500 solcher Fälle registriert, bei denen die Opfer insgesamt 7 Millionen Euro verloren haben. Betrüger geben sich meist als Polizeibeamte, Vertreter der Sozialversicherungsanstalt, Bankangestellte, Mitarbeiter von Versorgungsunternehmen und andere vertrauenswürdige Fachleute aus. | Der Cybersicherheitsexperte Elvis Strazdiņš beschrieb kürzlich, wie er versuchte, eine 60-jährige Lettin vor Betrügern zu retten, nachdem sie beschlossen hatte, nach Ghana zu reisen, um ihren 24-jährigen „Freund“ zu treffen – der, wenig überraschend, ebenfalls ein Betrüger war. Elvis’ Bemühungen blieben erfolglos. Manche Opfer überweisen Zehntausende Euro an ihre vermeintlichen Partner, nehmen dafür Kredite auf und verkaufen sogar Immobilien. Elvis berichtete auch von einem Opfer, das sich schließlich das Leben nahm. | Die Polizei erinnert die Öffentlichkeit regelmäßig an grundlegende Vorsichtsmaßnahmen, während Banken alle verfügbaren Mittel einsetzen, um Betrug zu verhindern. Dennoch ignorieren zu viele Menschen weiterhin die Warnungen, und die Betrüger zeigen keine Anzeichen, damit aufzuhören. | Leider. | — Andrejs Timofejevs, TVNET GRUPA journalist |
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| | Warschau · Polen · OKO.press | Polen verstärkt den Kampf gegen Investitionsbetrug | Ein 68-jähriger Mann aus Südpolen verlor fast 130.000 PLN, nachdem er auf eine Online-Anzeige reagiert hatte, in der eine Investition in ORLEN-Aktien angeboten wurde. Ein betrügerischer Makler überredete ihn, wiederholt Überweisungen auf ein angebliches Anlagekonto zu tätigen, und forderte später weitere Zahlungen, bevor er ihm die Auszahlung seiner angeblichen Gewinne gestattete. Die polnische Polizei beschrieb den Fall im Juni 2025. | Die polnischen Behörden versuchen, solche Betrugsmaschen durch das Sperren von Websites, Meldesysteme, öffentliche Warnungen und spezialisierte Ermittlungen einzudämmen. CSIRT KNF, das Cybersicherheitsteam der polnischen Finanzaufsichtsbehörde, identifiziert betrügerische Anlageanzeigen, gefälschte Profile und bösartige Domains und meldet diese zur Sperrung. Im Jahr 2024 meldete es 45.985 Domains im Zusammenhang mit gefälschten Investitionen und 10.951 betrügerische Anzeigen in sozialen Medien. Laut CSIRT KNF stellten gefälschte Investitionen die vorherrschende finanzielle Cyberbedrohung in Polen dar. | CERT Polska, betrieben vom staatlichen Institut NASK, führt eine Warnliste, die von Internetanbietern zur Sperrung bösartiger Websites genutzt wird. Bürger können verdächtige Seiten online melden, betrügerische SMS an die kostenlose Nummer 8080 weiterleiten oder sie über die mObywatel-App melden. | Diese Maßnahmen verbessern die Aufdeckung, doch die Opfer müssen sich nach wie vor separat an Banken, Polizei, Plattformen und Telekommunikationsanbieter wenden. Polen benötigt daher Mechanismen auf EU-Ebene, um grenzüberschreitende Überweisungen schnell einzufrieren, Beweismittel auszutauschen und Plattformen zu verpflichten, betrügerische Anzeigen schneller zu entfernen. | Der Fall mit einem Schaden von 130.000 PLN stammt direkt aus einer Polizeimitteilung, während die Daten zu Domains und Anzeigen aus dem Jahresbericht des CSIRT der KNF stammen. (Policja.pl) | — Miłada Jędrysik, OKO.press |
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| | Wien · Österreich · Die Presse | „Mittlerweile ist das eine Industrie“: Wer hinter dem Geschäft mit betrügerischen Anrufen und Liebesgeschichten steckt | Rund um sogenannte Scams ist eine milliardenschwere Industrie entstanden, die in manchen Ländern kaum mehr wegzudenken ist. Sowohl Opfer als auch Täter werden auch im deutschsprachigen Raum angesprochen. Razzien finden auch in Europa statt. | Die Tricks der Betrüger sind im Grunde alt, aber bewährt: Vielversprechende Investments, sagenumwobene Schätze oder vorgegaukelte Romanzen, die alle am Ende dazu führen sollen, dass jemand sein Geld überweist. Die Betrüger entwickeln sich technologisch schnell weiter, beispielsweise mit künstlicher Intelligenz (KI). „Meistens kommt bei einem Betrug der Moment, in dem das Opfer den anderen sehen will“, sagt Kristina Amerhauser von der Global Initiative Against Transnational Organized Crime. „Es gibt mittlerweile Face-Swap-KI, wo jemand vor der Kamera sitzt, der dann einstellen kann: Wer bin ich heute?“ | In Kambodscha sollen die Einnahmen aus Betrügereien in manchen Jahren so hoch gewesen sein wie die Hälfte der offiziellen Wirtschaftsleistung, schrieb das von staatlichen Geldern finanzierte US-Institut für den Frieden in einer Analyse im Mai 2024. Durch Betrügereien in den sechs Mekong-Ländern (China, Myanmar, Laos, Thailand, Kambodscha und Vietnam) könnten jährlich Vermögen im Wert von mehr als 43 Milliarden US-Dollar gestohlen worden sein, schätzen damals die Studienautoren, zu denen auch Kristina Amerhauser zählt. Hinter dem Begriff des „Scam-Zentrums“ verbirgt sich in diesen Ländern ein ökonomischer Faktor, der schnell zu einem geopolitischen wird. „Ohne politischen Schutz kann man Scam-Zentren auf großem Niveau nicht führen“, sagt Amerhauser. | Die Anleitungen, wie man Menschen auf der ganzen Welt das Geld aus der Tasche ziehen kann, würden sich jedenfalls überraschend ähnlich sein. „Sie sind sehr raffiniert und es ist faszinierend, wie sehr das dann an die lokalen Kontexte angepasst wird“, sagt die Expertin für die Scam-Industrie. | — Christoph Zotter, Außenpolitik-redakteur, Die Presse |
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| | Zagreb · Kroatien · Telegram.hr | Betrug? Die Leute sind unglaublich einfallsreich. | Es scheint alles völlig legitim zu sein. Ihr langjähriger Geschäftspartner schickt Ihnen eine Mitteilung, in der er seine Bankverbindung ändert. Er hat seine Geschäftsabläufe konsolidiert und die Bank gewechselt. In der Nachricht wird sogar auf Ihre bisherige Korrespondenz Bezug genommen. Es gibt absolut keinen Grund zur Skepsis, doch sobald das Geld auf das neue Konto überwiesen wird, wird es sofort an mehrere andere Konten weitergeleitet, sodass es nicht mehr zurückverfolgt werden kann. | Dies ist ein kurzes Szenario des in Kroatien am häufigsten vorkommenden Cyberbetrugs, der in letzter Zeit bei lokalen Behörden erhebliche Schäden angerichtet hat. Im Juni zahlte ein Landkreis im ärmeren östlichen Teil des Landes mehrere hunderttausend Euro an „wer weiß wen“ aus. | Marko Rakar, einer der Gründer der kroatischen Sektion der Association of Certified Fraud Examiners (ACFE), sagt, er sei bis zu zweimal im Monat mit ähnlichen Situationen konfrontiert. Die Funktion zur Überprüfung des Kontoinhabers, die kroatische Banken kürzlich in ihren Apps eingeführt haben, kann helfen, doch Rakar merkt an: „Die Leute sind unglaublich einfallsreich.“ | Als Beispiel nennt er das Ersetzen des lateinischen Buchstabens „a“ durch ein kyrillisches „a“ im Namen des Kontoinhabers. Für das menschliche Auge sieht es identisch aus, für einen Computer handelt es sich jedoch um völlig unterschiedliche Inhaber und Konten. | „Betrugsfälle nehmen zu“, sagt Rakar, „weil die dafür benötigten Werkzeuge, angefangen bei generativer KI, immer einfacher zu bedienen sind“. Eine in diesem Jahr vom kroatischen ACFE-Landesverband durchgeführte Studie zeigt, dass bis zu 56 Prozent der Unternehmen davon ausgehen, dass Phishing-E-Mails oder KI-generierte Nachrichten in Zukunft ihr größtes Betrugsrisiko darstellen werden. Sie sind bereits heute mit diesen Problemen konfrontiert – nur 43 Prozent der Befragten gaben an, im Jahr 2025 keinen KI-gestützten Betrug entdeckt oder vermutet zu haben. | Und was ist mit den mehreren hunderttausend Euro, die im Juni aus der Kasse des östlichen Landkreises verschwunden sind? Der Landrat weigert sich, auch nur den genauen Geldbetrag zu nennen, und wirft der Opposition stattdessen vor, die Politisierung des Falls über die Wiederbeschaffung der Gelder zu stellen. Bis dato gibt es keine neuen Informationen über den Stand der Ermittlungen. | — Jasmin Klarić, Journalistin, Telegram |
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| §03 · DER PODCAST | Cybercrime und Scams in Europa – ist die EU gewappnet? | In dieser Folge gehen wir der Frage nach, ob Europa tatsächlich in der Lage ist, die Betrugsindustrie zu bekämpfen, mit der es konfrontiert ist – nicht nur im kriminellen Milieu, sondern auch innerhalb seiner eigenen Institutionen. Kaum ein Fall verdeutlicht das Ausmaß dieser Branche so deutlich wie die „Milton Group“, ein Netzwerk gefälschter Investitionsplattformen, das Opfer in ganz Europa um Hunderte Millionen Euro betrogen hat. | |
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| Wir verfolgen, wie sich solche Machenschaften industrialisiert haben – von Callcentern im Ausland bis hin zu psychologischen Skripten, die darauf ausgelegt sind, Opfer innerhalb weniger Minuten zu manipulieren. Anschließend wenden wir uns Europol zu, der EU-Behörde, die dazu dient, den Kampf gegen genau diese Art grenzüberschreitender Kriminalität zu koordinieren. |
| §04 · AUS DEN REDAKTIONEN |
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